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„Permakultur für Einsteiger“ von Andrew Mikolajski

Große Ernte, wenig Aufwand und ein geringer Ressourcenverbrauch. Das Konzept hinter diesem Versprechen nennt sich Permakultur. Was es mit dieser Form des naturnahen Gärtnerns auf sich hat, erklärt der Autor und Vortragsredner Andrew Mikolajski in seinem gerade erschienenen Buch „Permakultur für Einsteiger“.

Auf Kuschelkurs mit der Natur: den Boden nicht umgraben, sondern nähren, Nützlingen im Garten ein behagliches Umfeld schaffen und Pflanzen so platzieren, dass sie sich gegenseitig unterstützen. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht! Der Gartenbuchautor Andrew Mikolajski, der auch als Fachberater für die Royal Horticultural Society tätig ist, führt in seinem neuen, reich bebilderten Buch auf 208 Seiten in die Grundlagen der Permakultur ein.

Mit neun Regeln durch die Permakultur

In seiner Einleitung stellt Mikolajski die Geschichte der Permakultur vor und erklärt die Grundidee, bei der Gestaltung des Gartens natürliche Ökosysteme nachzuahmen, um auf diese Weise ertragreich und zugleich ressourcenschonend zu wirtschaften.

Dann folgt der Hauptteil des Buches, in dem der Autor die Permakultur in neun eingängigen Regeln überschaubar macht: „Von der Natur lernen“, „Zonen & Kleinklima gestalten“, „Nicht umgraben, sondern den Boden pflegen“, „Wasser sparen“, „Abfall vermeiden, weiterverwenden & wiederverwerten“, „Randzonen & Schichten gestalten“, „Schutz schaffen“, „Die Tierwelt einladen“, „Die Ernte steigern“. Jede dieser Regeln erläutert und bebeispielt er ausführlich. Er erklärt etwa Frostsenken und Regenschatten, zeigt, wie man mit der so genannten Schlämmprobe die Beschaffenheit des Bodens testen kann, gibt Pflanzempfehlungen für die unterschiedlichen Bodentypen, schreibt über Hoch- und Hügelbeete, Pflanzgilden, die Grundlagen des Teichbaus und den Gehölzschnitt.

Den Schluss bildet ein zweiseitiges Glossar.

Gute-Laune-Optik, gut umsetzbare Ideen und ganz viele Infos

In der typisch verspielten Optik des DK-Verlags mit zahlreichen ansprechenden Fotos, liebevollen Zeichnungen und vielgestaltigen Zusatzinfos, etwa im Notizzettel-Layout oder farbig unterlegten Randnotizen, ist „Permakultur für Einsteiger“ ein fröhlicher Streifzug durchs Konzept. Der Titel sagt es schon: Einsteiger finden hier eine gut verständliche und umsetzbare Einführung ins Thema mit vielen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Tipps und Hintergrundinfos.

Schwache Einführung und ein bisschen „Sendung mit der Maus“

Die zehnseitige Einführung wirkt etwas lieblos runtererzählt. Die ethischen Grundsätze der Permakultur kommen hier genauso zu kurz wie die Abgrenzung zu einem normalen Biogarten. Außerdem – immer mal wieder irritierend – Erklärungen, die Gedanken an die „Sendung mit der Maus“ aufkommen lassen. Etwa diese hier: „Wind, also bewegte Luft,. . .“ oder „Maulwürfe graben unterirdische Gänge“.

Fazit

Für Anfänger, die keinen großen Wert auf theoretische Hintergründe legen, sondern einfach mal loslegen wollen, ist „Permakultur für Einsteiger“ ein optisch einladender und inhaltlich gut verständlicher Leitfaden, der zielsicher zu ersten Erfolgen im naturnahen Gärtnern führt.


„Permakultur für Einsteiger – Gärtnern im Einklang mit der Natur“* von Andrew Mikolajski, erschienen im Januar 2019 im Dorling Kindersley Verlag, München

2 thoughts on “„Permakultur für Einsteiger“ von Andrew Mikolajski

  1. Hallo Katka,
    habe mir gerade das Buch über die Permakultur bestellt über den Link von dir.
    Ich habe mich davor etwas durch deine interessanten Seiten „gewühlt“ und muss sagen, sie gefallen mir ausnehmend gut.
    Ich bin seit vielen Jahren Vegetarierin und versuche mich auch am veganen Leben, was in einer Kleinstadt allerdings nicht wirklich leicht ist und in meinem Alter (fast 60) doch schon sehr belächelt wird.
    Egal, ich bleibe standhaft. Und mit ein bisschen Unterstützung durch Blogs wie deinen geht es noch besser.
    Ich freue mich auf weitere schöne Beiträge von dir und bin froh, deine Seiten entdeckt zu haben.
    LG von Angela

    1. Liebe Angela,
      vielen Dank für deine netten Worte! Es freut mich natürlich sehr, dass dir „Grüne Töne“ so gut gefällt und dass du auf dem Blog Anregungen für dein vegetarisches/veganes Leben finden kannst. Vegan in einer Kleinstadt stelle ich mir auch sehr schwer vor. Oft ist es da ja schon eine Herausforderung, ein Café zu finden, das vegane Milchalternativen für den Kaffee anbietet.
      Viel Spaß übrigens mit dem Permakulturbuch! Erzähl gerne mal, wenn du das Buch gelesen hast, ob du meine Einschätzung teilst und was aus dem Buch du umsetzen willst oder vielleicht schon umgesetzt hast.
      Herzliche Grüße sendet
      Katka
      P.S.: Bleib grün!

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