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„Permakultur im Hausgarten“ von Jonas Gampe

Ohne einen guten Plan geht’s nicht. Wer einen funktionierenden Permakultur-Garten gestalten möchte, muss sich zunächst Gedanken machen – über den Standort, die Ressourcen, eigene Wünsche und vieles mehr. Mit seinem Buch „Permakultur im Hausgarten“ liefert Jonas Gampe einen Leitfaden, an dem sich der Leser nach und nach zu seinem Permakultur-Garten durchhangeln kann.

Das sind Ansprüche: pflegeleicht, ökologisch, schön anzusehen, günstig anzulegen, essbar und erholsam. So sollen Gärten sein, wenn sie nach den Ideen der Permakultur gestaltet werden. Der Garten-Landschaftsbau-Techniker und Permakultur-Designer Jonas Gampe stellt auf 141 Seiten einen Leitfaden zusammen, der es ermöglicht, diesen Traum Schritt für Schritt zu verwirklichen.

Zum Einstieg definiert er den Begriff Permakultur in fünf Kernpunkten: Der Garten soll essbar sein, multifunktional, er soll ein Ökosystem sein, nachhaltig und sozialverträglich. Die Grundlage, um einen solchen Garten zu gestalten, liefern drei ethischen Grundsätze, denen alles permakulturelle Handeln zugrunde liegt – achtsamer Umgang mit der Erde (earth care), achtsamer Umgang mit den Menschen (people care) sowie Selbstbegrenzung und Überschussverteilung (fair share).

Theoretische Vorüberlegungen

Nach einer Erklärung, was einen herkömmlichen Garten von einem Permakultur-Garten unterscheidet (lustig: das Rosen-Debakel von Hildi und Heinz), macht sich Gampe an die Erstellung eines Gartenplans. Hier liegt der Schwerpunkt des Buches. Zunächst wird analysiert und beobachtet. Welche Eigen- und Besonderheiten hat der Garten vorzuweisen? Wo liegen die Ressourcen, aber auch die Begrenzungen? Wie steht es um die vorherrschende Vegetation, allgemeine klimatische Bedingungen und Kleinklima-Bereiche? Wieviel Zeit und Geld kann in Anlage und Pflege investiert werden? Und schließlich: Was wünscht sich der Gärtner von seinem Garten? Danach geht es an die grundsätzliche Wahl der Gestaltungselemente. Gampe stellt hier eine ganze Reihe wie Frühbeet, Gartenteich, Hoch- und Hügelbeet, Obstbäume und Wildgehölz-Hecken mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen kurz vor. Am Anschluss werden erst Größe, Anordnung und Lage der Elemente bestimmt und dann durch die Auswahl von Pflanzen und Materialien präzisiert.

Zusätzlich liefert Gampe Planungshilfen wie geschätzte Arbeitszeiten, gibt Infos und Tipps zu Obstgehölzen, Wundverschlussmitteln, Sortenauswahl, Wildgehölzen, Gartenplanzeichnung und natürlich zur konkreten und möglichst wenig aufwändigen Umsetzung der erstellten Pläne.

Familie Steckling plant einen Permakultur-Garten

Damit das Ganze nicht zu theoretisch ist, schickt Gampe die fiktive – mitunter amüsant authentisch wirkende – Familie Steckling ins Rennen. Sämtliche Etappen vollzieht die Familie mit all ihren Eigenheiten nach und veranschaulicht so den gesamten Planungsverlauf.

Vorgestellt: zehn Permakultur-Gärten

Dass das Konzept der Permakultur sich auf die unterschiedlichsten Flächen anwenden lässt, zeigen die zehn Gärten, die in der zweiten Hälfte des Buches vorgestellt werden. Vom Permakultur-Appartment mit zwei kleinen Balkonen bis hin zu der riesigen Anlage, die Jonas Gampe zusammen mit seinem Vater bewirtschaftet.

Humorvoll, sehr durchdacht und wirklich eines nach dem anderen

Ein super strukturiertes und zudem locker geschriebenes Buch, das das Augenmerk klar auf den Planungsvorgang richtet, den Gampe Schritt für Schritt erläutert. Familie Steckling sorgt dabei für einen unterhaltsamen Touch und gewährt gleichzeitig einen hilfreichen Einblick ins konkrete Planungsgeschehen anhand der theoretischen Vorgaben. Wunderbar unkonventionell verleiht der Autor seinem Buch eine persönliche Note, indem er sich etwa von seinem Papa Hermann, von Mama Sabine, Oma Edith und seiner Ehefrau Tamara am Anfang des Buches vorstellten lässt.

Das und die vielen ordentlichen bis schönen Fotos, ansprechende Zeichnungen und übersichtliche Tabellen etwa zu nutzbaren Pflanzen für sandige, saure oder alkalische Böden machen das Buch zu einem gelungenen Begleiter bei der Planung eines Permakultur-Gartens.

Was in diesem Buch nicht zu finden ist, sind Anleitungen zum Bau von Hochbeeten, Kraterbeeten, Lehm-Öfen oder anderen Gestaltungselementen. Wer hier mehr wissen will, muss auf andere Bücher zurückgreifen.

Fazit

Ein erfrischend lockeres und zugleich detailliertes und gut durchdachtes Buch, das den Leser bei der Planung seines Permakultur-Gartens schrittweise anleitet.

Verlosung

Wer ein Exemplar von „Permakultur im Hausgarten“ von Jonas Gampe gewinnen möchte, der schicke bitte bis zum 18. Dezember 2017 eine Mail mit der Betreffzeile „Permakultur im Hausgarten – Verlosung“ an Katka ( a t ) gruene-toene.de

Der Gewinner wird am 19. Dezember 2017 per Mail benachrichtigt.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Teilnahme ab 18 Jahre.

Viel Glück!

Die Verlosung ist beendet: Gewonnen hat Gabriele aus Berlin.

 

Permakultur im Hausgarten – Handbuch zur Planung und Gestaltung“ * von Jonas Gampe, erschienen 2016 im ökobuch Verlag, Staufen bei Freiburg

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