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Radieschenschoten – das „Nach dem Radieschen“-Gemüse

Für eilige Gärtner sind Radieschen eine gute Wahl. Denn schon nach etwa vier bis sechs Wochen sind die roten Knollen erntereif. Bleiben sie im Beet stehen, wächst die Pflanze weiter, bildet erst Blüten und dann Schoten: eine leckere und überaus ertragreiche Radieschen-Variante.

Faule, vergessliche oder experimentierfreudige Gärtner haben vielleicht schon entdeckt, dass nicht geerntete Radieschen zu großen Pflanzen heranwachsen. Die Knollen können dabei fast Tennisballgröße erreichen, sind dann aber nicht mehr genießbar. Das Titelbild zeigt so einen roten Riesen im Vergleich zu Durchschnittsradieschen und einem Tischtennisball.

Die Pflanze bildet etliche, meist weiße, weiß-rosa oder rosa Blüten aus, die bei Schmetterlingen, Bienen und Hummeln sehr beliebt sind.

Hummel auf Radieschenblüte
Ein einziges Radieschen bringt unzählige Blüten hervor. Insekten fliegen drauf.
Schmetterling auf Radieschenblüte
Auch Schmetterlinge fliegen die Radieschenblüten gerne an. Besonders die Kohlweißlinge sind hier oft zu sehen.

Nach den Blüten wachsen die etwa drei bis vier Zentimeter langen Schoten heran. In ihnen reifen die Samen. Solange die Schoten frisch-grün und jung sind, kann man sie ernten und essen. Sie schmecken ähnlich wie Radieschen, fühlen sich im Biss aber eher an wie Zuckerschoten.

Radieschenschoten an Zweig
Wenn die Radieschen verblüht sind, entwickeln sich die Schoten.

Eigentlich merkwürdig, dass normalerweise die Knollen geerntet werden. Denn eine nicht geerntete Knolle kann geschätzt fünfzig bis hundert Schoten hervorbringen. Wer also viel ernten will, sollte abwarten bis die Schoten fertig sind. Wie man die dann isst? Roh im Salat, einfach als Geknabber oder aber kurz gekocht.

Ein Rezept findet ihr hier: Radieschenschotensalat auf Brot

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